Übung: Personenrettung bei Unfällen

Wenn sich in der Region Gürbetal oder Längenberg ein schwerer Verkehrs- oder Arbeitsunfall ereignet, wird neben der Ortsfeuerwehr auch die Feuerwehr Belp als kantonaler Sonderstützpunkt für Personenrettungen (SSP PbU) aufgeboten. Um diese Aufgabe wahrnehmen zu können und für den Einsatz gerüstet zu sein, müssen mögliche und fast unmögliche Unfallszenarien trainiert werden.

amü - An einem Sonntagmorgen um 03.46 h wurde die Feuerwehr Belp zu einem Verkehrsunfall im Campagna-Kreisel aufgeboten. Es galt eine Person aus einem Fahrzeug schonungsvoll, in Zusammenarbeit mit den Rettungsdiensten, zu bergen. In den letzten zwölf Monaten rückte die Fw Belp zu elf solchen oder ähnlichen Unfällen aus. Die Bergung von Personen aus Unfallfahrzeugen ist für die Feuerwehr nicht immer einfach und erfordert viel Wissen und auch Improvisationsgeschick.

Zu jeder Tages- und Nachtzeit müssen die Handgriffe sitzen. Die Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr, den Rettungsdiensten und der Polizei sind hier zentral, damit die Rettung der verunfallten Person zeitgerecht erfolgen kann. Diese Zusammenarbeit wird sporadisch geübt und trainiert.
Aus diesem Grunde arrangierten die Verantwortlichen des Fachbereiches „Personenrettungen“ Mitte März wiederum zwei Übungssequenzen

Die eine Aufgabenstellungen für die Mannschaft bestand darin, eine Personenbergung aus einem Unfallfahrzeug in „instabiler Lage“ auszuführen. Die zweite Aufgabe war eine Tiefenrettung: Es musste eine Übungspuppe aus einem 5m tiefen Schacht geborgen werden. Mit dabei war auch der Rettungsdienst Riggisberg, welcher jeweils die medizinischen Aspekte in die Übung einbringt und so diese noch realistischer erscheinen lässt.
Diese Übungen haben jeweils das Ziel „Erfahrungen“ zu sammeln und bieten so auch die Möglichkeit „alternative Lösungswege“ ausprobieren zu können. Im Einsatz können diese Erfahrungen, zu Gunsten einer raschen Bergung der verunfallten Person, umgesetzt werden .

Bilder: Übung Personenrettung bei Unfällen März 2014